
„Doch der Kopf blieb dran“
Preis: 22,90 €
Umfang: 320 Seiten
Brandenburg 17, 56856 Zell/Mosel
Telefon: 06542/5151, Fax: 06542/61158
Festeinband, Klebebindung, Umschlag vierfarbig
cellophaniert, ISBN 3-89801-306-5
Erste Auflage leider vergriffen
Der Autor schildert in seiner biografischen Erzählung „Doch der Kopf blieb dran“ Begebenheiten aus seinem Leben, darunter auch den Weg seiner Frau aus der Alkoholsucht, und wie eine Psychotherapie ihn in die Lage versetzte, sein eigenes Suchtverhalten als Co-Alkoholiker zu erkennen und zu einem normalen Leben zurückzufinden. Diese Schilderungen sind mit Querverbindungen zu politischen und tagespolitischen Ereignissen untermalt, was sie unterhaltsam und gleichzeitig informativ macht. Das Geschehen wird auf drei Ebenen verarbeitet.
Da ist zum Ersten die Erzählebene, die sich an Fakten orientiert. Auf der zweiten werden diese Fakten in Gesprächen zwischen der Therapeutin und dem Autor analysiert. Die dritte nutzt der Autor, um mit Hilfe von Parabeln und Träumen die inneren Aufarbeitungsvorgänge zu beschreiben.
Bei aller Komplexität bleibt der Text verständlich und flüssig zu lesen. In ehrlicher und glaubwürdiger Sprache hat hier ein Co-Alkoholiker die Probleme einer Suchtkranken und sein Suchtverhalten als Co-Abhängiger in einer Intensität geschildert, wie es im medizinischen Fachjargon nicht möglich ist.
Das Buch kann Suchtkranken und ihren Angehörigen Mut machen, ihre ausweglos scheinende Lebenskrise neu zu bedenken, vielleicht sogar eine Hilfe zur Bewältigung der Suchtabhängigkeit sein.